Standort NEU DENKEN | Ein Rückblick

Shownotes

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Host Maja Göpel reflektiert die fünfte Staffel des Podcast NEU DENKEN zum Thema "Standort". Eine systematische Analyse der Thematik findet Ihr hier: https://wertvolles-wirtschaften.de/themen/standort-deutschland/

NEU DENKEN ist ein Video- und Audiopodcast, der unseren gesellschaftlichen Diskurs neu aufrollt – respektvoll und lösungsorientiert. Statt der nächsten Aufregung hinterherzulaufen, stellt das Format eine andere Frage: Wie geht es besser? Mehr Infos zu der thematischen Arbeit von Mission Wertvoll findet Ihr hier: https://wertvolles-wirtschaften.de/

Hoffentlich bis auf ein nächstes Mal!

Transkript anzeigen

00:00:01: Was ist mit diesem deutschen Standort eigentlich los?

00:00:06: Wenn man so reinhört in die Republik, dann nicht viel oder alles falsch.

00:00:10: Oder im Grunde genommen war früher alles besser und so richtig darüber sprechen wie es wieder besser werden könnte wollen auch die wenigsten sondern nochmal betonen was gerade alles falsch läuft.

00:00:22: Damit aber kommen wir genau nicht in die Motivation und die Zusammenarbeit vor allem um diesen Standort wieder zu etwas machen indem wir gerne leben möchten Denn das ist ja das Wichtige, nie aus den Augen zu verlieren.

00:00:33: Ein Standort ist eine Gesellschaft – ein Zusammenleben!

00:00:38: Das sind Alltagsstrukturen in denen Menschen versuchen, ein gutes Leben zu führen und deshalb habe ich manchmal das Gefühl dass Standort irgendwie gar nicht der Begriff ist, die Debatte gut prächt momentan.

00:00:49: es ist so bisschen die Standbilanz.

00:00:51: also wie viel Geld schwört hier eigentlich gerade durch die Gegend?

00:00:54: Und was kosten einzelne Faktoren?

00:00:56: weiß jetzt Arbeitskraft oder eine Kilowattstunde Energie?

00:01:00: Dabei brauchen wir doch ein Werdeort.

00:01:02: Also wo wollen wir hin?

00:01:05: Wie soll es hier aussehen und wie können arbeitnehmende, investierende, produzierende und erfindende Personen so zusammenarbeiten dass es wahrscheinlich wird das wir diesen zukünftigen Ort gemeinsam gestalten können?

00:01:18: Und genau deshalb ist es so relevant nicht nur zu meckern sondern zu überlegen wie soll das hier aus sehen und zu gucken wer kann dabei mitwirken?

00:01:27: Wirken ist sowieso das Schlagwort der Stunde, nämlich jede Entscheidung.

00:01:31: Ob wir etwas verändern oder nicht hat eine Wirkung und Deutschland war vielleicht besonders gut darin zu lange auszusitzen und damit eben auf ein Aufbau in der Krise hinzuwirken.

00:01:42: Das muss aber nicht so bleiben.

00:01:43: dafür müssen wir nur anders drüber sprechen.

00:01:45: Dafür müssen wir klar in den Fokus nehmen wie soll das hier werden?

00:01:48: Und wer kann dazu beitragen?

00:01:51: Und deshalb sind wir in dieser Staffel aus unterschiedlichen Perspektiven mal an dieses Wirken herangetreten.

00:01:57: Wer hat heute, in welcher Form Einfluss darauf wie Deutschland als Standort, als Zusammenlebensgesellschaft eigentlich aussehen wird und aussehen könnte?

00:02:16: In unserer ersten Folge haben wir groß angefangen.

00:02:19: Geoökonomie ist ja das neue Wort steht in dem Weltrisikobericht ist der Wirtschaftsforum ganz oben und bedeutet die konflikthafte Auseinandersetzung über Ressourcen.

00:02:31: Das finde ich total spannend, weil wir gerade merken, Länder fangen zunehmend auch zwischen Staaten wieder Kriege an, weil sie den Ressursenzugang sichern wollen.

00:02:43: In so einer Zeit sagen wir gleichzeitig, wir können es uns nicht leisten, jetzt möglichst ressourceneffizient, zirkulär, ressourceschonend, sprich umweltorientiert das Wirtschaften nach vorne zu bringen.

00:02:54: Das ist doch eine ein bisschen komische Idee, oder?

00:02:57: Und deshalb wollten wir diese Frage beleuchten mit jemandem der sich vor allem international gut auskennt und dieser Jemand ist Christoph Heinen.

00:03:05: Als FHZ-Korrespondent für Wirtschaftsfragen ist sehr viel gerade im asiatischen Raum unterwegs gewesen und hat deshalb einen guten internationalen Blick auf die Sache.

00:03:15: Bei uns ist glaube ich durch den Angriff auf die Ukraine doch ein starker Bruch entstanden.

00:03:21: Wake-up Call auf Englisch oder ein hartes Erwachen gewesen.

00:03:25: Und seitdem nehme ich dieses Land und auch Europa eigentlich nur noch in der Defensivposition, in einer Verteidigungshaltung – ich meine es jetzt nicht militärisch!

00:03:34: Sondern für das was wir erreicht haben, wir wollen's bewahren.

00:03:37: Bloß nicht rangehen, bloß nicht ändern, bloßen nicht umdenken, auf keinen Fall neu denken.

00:03:42: und Green Deal könnte ja Geld kosten.

00:03:44: oder Wohlstand mein Auto ums Mal auf Deutschland zu beziehen?

00:03:48: Wie große Angst ihr?

00:03:51: Wie kann ich damit umgehen?

00:03:52: Ich denke, man kann nur damit um gehen in dem Politik sich erklärt.

00:03:55: Wir haben den Vorteil aber in diesem Fall auch die Herausforderung der Demokratie.

00:04:02: wir haben Wahlen und wer heute sagt naja wir müssen das mal ändern nicht im Sinne mich gut du noch besser als ich wahrscheinlich weil es eher dein Thema ist als die Grünen mal gesagt haben der Liter Sprit wird irgendwann mal fünf Mark kosten.

00:04:14: da brach ihr die Hölle los.

00:04:16: Heute sind wir ja nun relativ nah dran wenn was in Demark umrechnen Und das sind so Sachen, die halten wir glaube ich nicht aus.

00:04:24: Weil wir geprägt sind davon dass es bis zu ungefähr zweitausend aufwärts ging bei unseren Eltern ganz klare Struktur nach dem Krieg wiederaufbau und dann hat sich jetzt alles aus den Angeln heraus bewegt.

00:04:37: und nun stehen wir da und wissen nicht weiter und haben nicht die eine Vision.

00:04:42: dabei würde genau diese Visionen die du skizziert hast eben angereichert.

00:04:46: noch um Menschenrechte und Demokratie, um rechtliche juristische Verlässlichkeit hier.

00:04:51: Um Innovationen, starke Unis Wissen Forschung.

00:04:55: Das zusammengenommen ist ein solcher Verkaufsprospekt für Europa.

00:04:59: oder könnte es sein dass das wahnsinnig wichtig ist das endlich zu begreifen Und das meine ich damit Dass wir nicht nackt im Schnee stehen?

00:05:07: Wir haben ganz viel zu bieten.

00:05:10: Ich glaube dass man das in Schwellen und Entwicklungsländern auch sehr genau sieht was wir zu Bieten haben.

00:05:15: Aber wir verkaufen uns Miserable.

00:05:17: Aber woran liegt das denn eigentlich, dass wir uns nicht besonders gut verkaufen?

00:05:21: Liegt es vielleicht daran, dass andere so ein bisschen den Diskurs bestimmen was angeblich heute Fortschritt Erfolg und auch Wachstum ausmacht.

00:05:29: Dass in diesem Diskurs aber vor allem Kennzahlen wie einen Bruttoinlandsprodukt oder möglichst schnell kurzfristig ganz viel Geld verdienen im Vordergrund stehen in denen genau nicht sichtbar wird, wieviel soziale Zerrüttung oder eben auch Ausbeutung von natürlichen Ressourcen dahinter steckt?

00:05:46: Wie würden wir denn eigentlich über zum Beispiel Investieren sprechen oder Innovationen sprechen, wenn wir tatsächlich ganz genau in den Fokus nehmen dass das die Instrumente sind mit denen wir diese Dinge in die Welt bringen können?

00:05:58: Von dem Herr Hein sprach eine wissensbasierte Ökonomie mit guten Daten.

00:06:04: Mit einer zirkulären Wirtschaft, die möglichst wenig Ressourcen braucht und dann natürlich aber auch anderen Geschäftsmodellen, Und was wir dafür brauchen, ist nicht nur Kooperation und Innovation.

00:06:15: Vor allem auch Erfindungsgeist sondern Investitionen.

00:06:19: Und zwar Investition in den Sinne von Unterstützung für diese Geschäftsmodelle und diese Erfindung um die Welt zu kommen.

00:06:25: Diese Investitione brauchen dann aber auch einen Ausdruck dafür worauf sie stolz sein wollen in der Zukunft.

00:06:32: Sie müssen auch deutlich machen dass sie darauf hinlenken und hindwirken das genau diese Dinge in die Welt kommen können.

00:06:45: Eine Person, die sich so richtig explizit und zwar vorher im Bankenwesen und jetzt mit einem eigenen Think-Tank genau nur dieser Frage wird mit.

00:06:53: Wie unsere Investition heute eigentlich die Veränderung unserer Gesellschaft antreiben ist der Gestremlau.

00:06:59: Und sie macht das schon immer mit einem Fokus darauf dass Ressourcen eben im einzen Jahrhundert begrenzt sind.

00:07:06: Und dass wir deshalb technologische Entwicklungen und Geschäftsmodellen genau die Richtung geben sollten, Ich

00:07:14: glaube, manchmal fehlt die Vision.

00:07:18: In der Politik sagen, was für eine Wirtschaft wollen wir denn haben?

00:07:22: Und da liegen riesige Chancen darin.

00:07:24: Ich fand diese BDI-Studie Transformationsphase für ein Industrieland Deutschland hervorragend.

00:07:29: Weil die ganz klar gesagt hat, wir müssen uns transformieren.

00:07:32: Zwei Drittel unserer Industrie wird sich transformieren müssen.

00:07:36: Das ist schmerzhaft aber es liegen unglaubliche Chancene.

00:07:38: Da ist auch weiter Wachstum möglich und Entwicklung möglich im Bereich der Medizintechnik, Robotik, Energieerzeugung, Batteriespeichertechnik ... Automotiv.

00:07:48: Aber wir müssen es wagen und dafür brauchst du so ein Zielbild, auf das es hingeht und sagt und daran richten wir das jetzt aus die Instrumente, die Finanzierungsbedingungen, die Steuerpolitik und die Regulierung.

00:08:00: Das greift Hand in Hand.

00:08:03: Ich wünsche mir das und ich arbeite da dran und probiere dafür zu werben dass das kohärent ist.

00:08:09: aber Politik ist wahrscheinlich anders.

00:08:12: Auch hier ist ja die Frage, warum kann denn die Politik das nicht?

00:08:17: Aus der Nahhaltigkeitsforschung gibt es da so zwei Tipps vor allem.

00:08:19: Das eine ist die strukturelle Kurzfristigkeit – der nächste Wahlzyklus einer Landtagswahl.

00:08:26: Jetzt ist sehr intensiv geworden die Sonntagssfrage!

00:08:28: Dabei ist völlig klar, dass politische Veränderungen erst mittelfristig wirklich ihre Wirkung zeigen wird.

00:08:34: Eine Deutsche Bahn ist heute mühselig, aber die Investitionen in die Schienen, die wir heute tätigen sind mittelfristig der Garant dafür, dass das Fortbewegen von A nach B innerhalb Deutschlands auch ohne Flüge wieder smooth möglich ist.

00:08:47: Einen anderen Job suchen ist ein anderes Thema.

00:08:49: Eine Zukunftsindustrie vorantreiben in einer Region, die vielleicht vorher sehr stark von Braunkohle abhängig gewesen ist, haben wir immer schon über Just Transition diskutiert.

00:08:58: Dabei ist es wichtig Betroffene zu Beteiligten zu machen und klar zu kommunizieren was mittelfristig zu gewinnen ist.

00:09:05: Es gibt auch verschiedene Ideen wie zum Beispiel vom Sachverständigen-Ratumwelt zu sagen macht doch mal diese langfristige Perspektive deutlicher in den politischen Verhandlungen.

00:09:14: Ombudspersonen für zukünftige Nationen wäre eine Lösung, oder natürlich zu sagen hey wir haben ja ne Nachhaltigkeitsstrategie mit Indikatoren die könnte doch auch bei Haushaltsverhandlungen einmal der Referenzrahmen werden.

00:09:26: Wenn die Ressorts darüber streiten wer eigentlich wie viel Geld kriegt und wie zusammenarbeitet und Erfolg vermelden darf.

00:09:33: Erfolgsvermeldung auf Zukunftsorientieren das wär glaube ich sowieso eine ziemlich gute Zutat um diesen ganzen komischen Sonntagsfragen Fokussierung etwas entgegenzusetzen Und eine Perspektive, die natürlich ganz wichtig ist.

00:09:52: Wenn wir uns darüber Gedanken machen wie denn eigentlich Zukunftsgestaltung und vor allem Veränderung auch in der Industrie gelingen kann, ist das Betroffene zu Beteiligten gemacht werden also sprich diejenigen ihre Arbeit zur Verfügung stellen auch mal befragen wie sie dann zum Beispiel in Zukunft arbeiten wollen würden.

00:10:09: welche Tätigkeiten braucht es dafür?

00:10:11: Welche industriellen Grundlagen braucht es für?

00:10:13: Wie lässt sich das mit anderen Zielen im Leben gut vereinen?

00:10:16: Darüber haben wir mit Enzo Weber gesprochen Einen der wahrscheinlich bekanntesten Arbeitsmarktforschenden in Deutschland.

00:10:24: Uns muss klar sein, dieser ewige Spruch, wir müssen die guten Industriejobs in Deutschland halten.

00:10:32: Dafür gibt es keine Chance.

00:10:34: Das ist längst passé!

00:10:35: Wenn wir versuchen das abzuwehren und gute Industrie-Jobs in Deutschland zu halten, dann wird es weiter so gehen dass es jeden Monat fünfzehntausend davon weniger gibt.

00:10:45: Wir müssen die neuen guten Industrie Jobs in Deutschland wieder schaffen.

00:10:49: Das ist das Entscheidende.

00:10:50: Und das können wir mit den Menschen, die die alten Jobs ausgeübt haben und dafür brauchen wir eine intensive Qualifizierungsstrategie.

00:10:58: Das ist eine Aussage, die Menschen dann auch mitnehmen kann.

00:11:02: Es gibt übrigens erhebliches Interesse durchaus in neuen Bereiche reinzugehen.

00:11:06: Das zeigen auch Befragungen.

00:11:09: aber es gibt eben auch erhebrliche Hürden auf dem Weg.

00:11:13: D.h.,

00:11:13: dieses Interesse nutzbar zu machen, indem man wirklich ganz konkret da ansetzt wo der Schuh drückt und dann die Wahl nach vorne gehen, zu der besseren Macht gegenüber abwehren.

00:11:26: Das ist das was Politik machen

00:11:28: muss.".

00:11:29: Bei diesem Ausschnitt muss ich immer an Hermann Scheer denken.

00:11:32: er war ein großer Vordenker von den erneuerbaren Energiensystemen und hatte mal gesagt es ist eine Beleidigung unserer Ingenieurinnen und Ingenieure zu sagen dass das nicht funktioniert.

00:11:41: Die vorausgegangene Frage ist natürlich einfach Was soll ein Energiesystem der Zukunft leisten?

00:11:47: Weil dann können die Menschen, die so richtig klug sind und wissen wie diese Sachen zusammenhängen auch überlegen mit welchem neuen Design wir das denn erreichen können.

00:11:55: Wenn wir also mehr mit den direkt Beteiligten sprechen?

00:12:00: So wäre jetzt meine steile These werden auch viel schneller Veränderungen möglich.

00:12:03: zumindest ist das ein bisschen das was ich an E-Mails bekomme aus der Automobilbranche.

00:12:08: der drei Liter Motor ist überhaupt kein Problem aber die Finanzabteilung hätte es nicht so gerne.

00:12:13: Neulich saß ich zufällig neben jemanden aus der Chemiebranche, der sagte hey in zwei drei Jahren könnten wir grüne Chemie machen.

00:12:19: Aber es stehen halt ein paar Barrieren im Weg.

00:12:22: auch da ist ja wichtig zu überlegen wie soll es in Zukunft aussehen und nicht zu überlegt Wie schaffe Ich denn einer neuerbares energiesystem?

00:12:30: In den gleichen strukturellen Voraussetzungen wie Es Ein fossiles gebraucht hat.

00:12:35: Und deshalb ist dieses Zusammendenken zwischen den Investitionen, den Innovationen und natürlich dann den Geschäftsmodellen und der politischen Rahmenbedingungen immer und immer so zentral um zu verstehen wie Umba-Prozesse gelingen.

00:12:47: Die Betroffenen dabei zu fragen?

00:12:49: Ist immer die beste Idee weil sie haben das Insider wissen!

00:12:59: Das vielleicht Beste bevorstehe und auch am weitesten fortentwickelte Projekt ist tatsächlich die Energiewende.

00:13:04: Momentan kommt sie wieder so ein bisschen ins Stocken.

00:13:07: Dabei hatten wir vorher doch eine klare Idee davon, wo liegt die Zukunft der stabilen, souveränen und erneuerbaren, sprich klimaneutralen Energieversorgung?

00:13:16: Warum das momentan wieder schwieriger ist wie wir da wieder rauskommen können und was die Art und Weise wie drüber reden tatsächlich auch da mitzutun hat ob die Leute mitmachen oder anfangen wieder aus zu checken.

00:13:27: Das haben wir mit Andreas Laschel besprochen.

00:13:29: Er ist absoluter Experte im Energiesystem und sitzt auch in ungefähr jeder Expertenkommission zu Fragen des Energiessystems in der Bundesrepublik Deutschland.

00:13:39: Was mir eigentlich so am meisten Sorgen macht, dass wir sozusagen recht wenig kommunizieren, wo wir eigentlich hin möchten.

00:13:49: Also ein bisschen eine Perspektive aufmachen, wo man hin möchte.

00:13:54: Und ich habe vorhin gesagt, Neuber werden dann die ganz große Rolle spielen Aber wir werden viel außen rum noch brauchen auch.

00:14:03: Aber das heißt, ich habe manchmal auch so inherente Widersprüche auch.

00:14:07: Also die Gaskraftwerke oder sowas.

00:14:11: Wir werden wahrscheinlich auch ein paar Gaskraftwerk gebrauchen aber das nimmt jetzt sozusagen nichts weg von dieser wichtigen Rolle der Erneuerbaren, aber die werden halt eben dazu wahrscheinlich auch eine Bedeutung spielen.

00:14:22: Wir werden die Speicher brauchen und so weiter.

00:14:24: Aber ich sage mal so eine konsistente Geschichte erzählen wo man sagt eben das sind die verschiedenen Aspekte die eigentlich notwendig sind und eben jetzt nicht den Eindruck erweckt wir setzen jetzt alles auf Gas oder Erneuern Die sind eigentlich eher schwierig oder so.

00:14:45: Das wäre wichtig, um die Leute auch mitzunehmen und diese Balance etwas zu finden für ein zukünftiges Energiesystem.

00:14:57: Das Interessante ist ja, dass zu dem Zeitpunkt als wirklich klar kommuniziert war das erneuerbare Energien im Zentrum des neuen Energiessystems stehen müssen Da war auch den Akteuren und Akteurinnen eine Tür geöffnet, die momentan noch sehr stark von fossilen Energien verdienen.

00:15:13: Sie haben angefangen ihre Geschäftsmodelle entsprechend anzupassen weil die politischen Rahmenbedingungen und auch die CO-Zweibepreisung diesen Impuls gesetzt hat.

00:15:22: Das heißt wenn das Gemeinschaftswerk steht dann heißt es auch gar nicht unbedingt dass einige Unternehmen nicht mehr da sein werden wenn eine Transformation gelungen ist sondern dass es darauf ankommt wer seine Geschäfts modelle möglichst schnell anpassen kann.

00:15:36: Und jetzt sehen wir natürlich mit der zunehmenden Fragestellung, dass es auch ganz angenehmes nochmal so richtig viel Geld zu machen in den Fossilen.

00:15:44: Damit ist natürlich aber auch der Effekt gegeben, dass diejenigen, die als Unternehmen explizit nur im Erneuerbarenbereich angetreten sind das Nachsehen haben und damit Zukunftsbranchen wieder einen Standort vorfinden, wo's nicht so leicht ist, die Innovationen in die Welt zu bringen.

00:15:59: Das Spannende ist ja mit dem erneuerbare Energiesystem, dass wir alle eine andere Rolle einnehmen können!

00:16:04: Nicht nur Konsumenten, Steckdosensteckerinnen sondern Prosumenten.

00:16:07: Ich kann mir etwas aufs Bach schrauben!

00:16:10: Ich kann etwas in meine Wand bauen was ein Speicher sein kann.

00:16:13: ich kann das bis in mein Auto reinladen und auch wieder zurück und damit Teil von diesem Netzwerk werden was den Strom in dieser Republik verteilt.

00:16:22: Das heißt auch da ist es wichtig sich erstmal drüber klar zu machen wie soll dass in der Zukunft funktionieren?

00:16:27: welches Design brauchen wir dafür?

00:16:28: Und welche Rollen sind dabei zu vergeben?

00:16:30: Dann können wir natürlich auch aktiver darauf hinwirken und uns selbst im Zweifel noch mal neu erfinden.

00:16:42: Wichtig ist deshalb eben immer auch, wem hört die Politik eigentlich zu?

00:16:46: Und da spüren wir mehr und mehr die Stimmen aus dem Mittelstand – was ja so das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist -, dass sie das Gefühl haben, es sind eigentlich immer die gleichen CEOs von den ganz großen Konzernen, die dann in vielen unterschiedlichen Standorten gleichzeitig operieren, die am meisten von der Politik gehört werden und am meisten ihre Interessen dort auch vertreten sehen.

00:17:06: Das ist insofern natürlich sehr schwierig Wie schon gesagt, der Mittelstand eigentlich tatsächlich das Rückgrat unserer Wirtschaft ist.

00:17:14: Und der steht tatsächlich in den meisten Fällen eher hier.

00:17:17: Die wenigsten Unternehmen dort selbst wenn sie hidden Champions sind also sprich Weltmarktführer in einem Bereich sind nicht so mobil dass die einfach morgen zusammen parken oder vielleicht ganze Produktionsstandorte wechseln.

00:17:27: Warum es so wichtig ist den Mittelschändlerinnen auch mal ganz direkt zuzuhören Das kann uns Nadine Kammerlande erklären.

00:17:34: Sie ist Wirtschaftwissenschaftlerin und hat den Lehrstuhl Familienunternehmen inne.

00:17:38: Das heißt, sie weiß genau, dass Familienunternehmen nochmal andere sind als die im internationalen Aktienbereich unterwegs sind.

00:17:45: Einige, die von Familien gegründet wurden aber natürlich inzwischen auch diese Geschäftsform angenommen haben.

00:17:52: Wirklich spannend ist es aber auf die Zuschauen, die den Mittelstand ausmachen.

00:17:56: und dann heißt es häufig sind Familienunternehmungen eben mehr in der Lage langfristig zu denken – aber eben auch nur unter bestimmten Umständen!

00:18:05: Und diese Umstände sollte Politik sich gut anhören.

00:18:09: Was erinnert mich an eine Diskussion, die wir vor ein paar Jahren in der Familienunternehmensforschung hatten?

00:18:14: Da gab es nämlich Stimmen, die haben sich v.a.

00:18:16: auf die Nachteile von Familienunternehmen konzentriert, dass die Familie vielleicht nicht immer die besten an die Spitze kommen und so ... Hat dann eigentlich sozusagen als Konklusio gehabt, Familienunternehmer müssen mehr werden wie Nicht-Familienunternehmen.

00:18:34: Das Klang im ersten Moment gut, ist aber natürlich totaler Blödsinn.

00:18:38: Weil wenn man das verfolgt als Familienunternehmen, bedeutet es am Ende dass man eigentlich ein schlechtes Nicht-Familien-Unternehmen ist.

00:18:46: Wenn man das so in der Physik mal beschreiben würde, das ist eine Assumtote.

00:18:50: Man nähert sich an, man ist aber nie genauso gut weil nicht-familie Unternehmen haben immer noch ein paar Aspekte und die ganzen Familienunternehmenspezifischen Stärken die man vorher hatte Die hat man aber irgendwie mit dem Bade ausgeschüttet, weil man ja werden wollte wie nicht-familienunternehmen.

00:19:08: Deswegen sagen wir jetzt den Familienunternehmen guckt euch die Nicht-Familenunternehmen an, guckt ob es da irgendwas gibt was ihr auch übernehmen könntet beispielsweise im Bezug auf Innovationsförderung.

00:19:20: Wisst aber auch, was eure Stärken sind?

00:19:23: Baut eure Stärke aus und guckt wie ihr mit euren Schwächen umgeht.

00:19:27: Und ob man da irgendwie sinnvoll etwas loswerden kann.

00:19:30: Genauso, finde ich, müssten wir auf unser Land gucken, dass wir uns mal fragen, was haben wir eigentlich für Stärkung?

00:19:38: Die gehen momentan ein bisschen unter, aber wir haben schon sehr schlaue gut ausgebildete Leute da und eine Infrastruktur die mit mehr Invest auch wieder top sein kann.

00:19:48: Gute Ideen, nicht ganz so schlechte Lage usw.

00:19:53: Wir müssen uns überlegen was können wir eigentlich machen?

00:19:55: Wo wollen wir hin um was sind unsere Stärken?

00:19:58: statt zu überlegen wie können wir sei es egal ob das jetzt China oder USA ist Wie können wir den anderen nacheifern?

00:20:06: Und was könnte mich mehr freuen, als wenn eine Person in meinem Podcast zu Besuch im Grunde genommen die gesamte Staffel zusammenfasst?

00:20:14: So ungefähr nichts.

00:20:15: Von daher danke an Nadine Kammerlander, dass sie noch mal so gut klargemacht hat.

00:20:19: Das ist ausgehend von einer Idee wie soll es hier werden an diesem Ort?

00:20:25: Dann darum geht zu sagen, wir können dieses Ziel formulieren und in der Politik klarmachen investieren sodass es leichter wird diese Innovationen in die Welt zu bringen entsprechend auch Strukturen zu ändern, wie beispielsweise in unserem Energiesystem und die Menschen eben mitzunehmen.

00:20:40: Und denen zuzuhören, die so richtig viel Zukunft gesehen haben.

00:20:44: Manchmal macht es Sinn dann Familienunternehmen besonders zuzughören weil sie haben sich eigentlich vorgenommen an diesem Standort auch weiter zu bleiben.

00:20:53: Und genau bei diesem Bleibenwollen finden wir vielleicht ein Hinweis darauf wer sich noch Familienunternehmer nennt aber längst ein Großkonzern geworden ist der unterschiedliche Standorte gegeneinander ausspielt Den nicht so doll zuhören.

00:21:06: Das wäre mein Tipp!

00:21:14: So, vielen herzlichen Dank fürs Zuhören.

00:21:18: Neu denken ist ein Projekt von Mission Wertvoll Ein Science Society Netzwerk das sich den Chancen und Wegen in eine nachhaltige Zukunft verschrieben hat.

00:21:26: Wie wir da hinkommen?

00:21:27: Das werden wir nur gemeinsam herausfinden Und deshalb freuen wir uns über eure Aufmerksamkeit und euer Feedback.

00:21:33: Besonders dankbar sind wir alle denenjenigen die durch einen finanziellen Beitrag unsere Arbeit hier möglich machen.

00:21:39: Wenn auch du Lust hast, neue Denken zu fördern und aktiv mitzugestalten dann schau gerne einmal in die Show Notes wie das geht.

00:21:46: Hoffentlich bis zum nächsten Mal!

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