Lernen NEU DENKEN mit Janina Lin Otto | LIFE HAMBURG Campus Special

Shownotes

Wie lernen wir eigentlich am besten – und welche Rolle spielen dabei die Orte und Gemeinschaften, in denen Lernen stattfindet? In dieser Sonderausgabe von NEU DENKEN geht es um lebenslanges Lernen und die Frage, wie Bildung weit über Schule und Universität hinaus gelingen kann.

Gemeinsam mit Janina Lin Otto (Unternehmerin und Stiftungsvorständin) spricht Maja Göpel darüber, warum Lernorte weit mehr sind als Räume zur Wissensvermittlung und welche Bedeutung sie für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zukunftsgestaltung haben. Das Gespräch vor Publikum lädt dazu ein, Bildung als lebenslange Aufgabe neu zu denken.

NEU DENKEN ist ein Video- und Audiopodcast, der unseren gesellschaftlichen Diskurs neu aufrollt – respektvoll und lösungsorientiert. Statt der nächsten Aufregung hinterherzulaufen, stellt das Format eine andere Frage: Wie geht es besser? Mehr Infos zu der thematischen Arbeit von Mission Wertvoll findet Ihr hier: https://wertvolles-wirtschaften.de/

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Hoffentlich bis auf ein nächstes Mal!

Transkript anzeigen

00:00:02: Und herzlich willkommen auf der Agora Stage.

00:00:05: Ich finde den Namen wunderbar, weil Agore ja aus dem alten Griechenland immer die Orte bezeichnet hat wo Menschen zusammenkommen um über die Dinge zu sprechen, die wichtig sind in dieser Gesellschaft und das wollen wir heute morgen machen.

00:00:19: natürlich sprechen Janina und ich ein bisschen intensiver an dieser Stelle aber sind danach in der Pause natürlich auch noch ansprechbar für alle die gekommen sind.

00:00:27: Was wir heute Morgen machen, ist eine Aufnahme.

00:00:30: Eine Live-Aufnahme des Podcasts Neudenken.

00:00:34: Wir haben den gestartet aus Mission Wertvoll raus und zu sagen, wir wollen gerne so ein bisschen Sozialwissenschaften.

00:00:40: Und wie geht eigentlich gesellschaftliche Veränderungen greifbarer machen?

00:00:44: Anfassbarer Machen sehr lösungsorientiert präsentieren und immer auch zeigen Wie wir jetzt die nächsten Schritte in die Umsetzung gehen können weil das in den Talkshows nicht so stattfindet.

00:01:01: Ich finde, dass sich die naturwissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen schon so tolle Sachen eingefallen lassen haben.

00:01:06: Und dann haben wir eben gesagt, wir probieren das jetzt mit Sozialwissenschaften auch.

00:01:09: Das geht am besten mit Menschen, sich hinzusetzen, die lange über Dinge nachgedacht haben oder eben auch – und das sind unsere Sonderformate, die wir auch live machen und in Kooperation machen – Dinge umsetzen von denen wir sagen hey wenn wir drüber nachdächten wie zum Beispiel lernen in einer sehr komplexen und Nachhaltigkeit benötigenden Welt funktionieren könnte, haben sie sich auf dem Weg gemacht, Dinge umzusetzen.

00:01:30: Und jetzt ist Janina quasi unsere zweite.

00:01:33: Neudenken und einfach neu zusammenwirken.

00:01:37: Folge in diesem Kontext.

00:01:39: Deshalb freue ich mich wahnsinnig, heute Morgen hier zu sein mit euch, mit dir und auch noch am ersten Tag der Eröffnung dieses fundamentalen Projektes in genau diese Richtung Lernorte der Zukunft.

00:01:49: wie können wir auch gerade in Städten anbieten das Menschen sich begegnen?

00:01:53: Und sich wieder zutrauen die Zukunft in die Hand zu nehmen!

00:01:56: Deshalb vielen Dank dass wir das hier heute morgen machen und mit euch allen zusammen.

00:02:06: Ich möchte auch direkt einmal Danke sagen, dass ich dabei sein darf in deinem tollen Podcast.

00:02:11: Wir sind sowieso alle Fans im Team und freuen uns riesig, dass wir eben so einen schönen Moment gemeinsam erleben können zusammen.

00:02:20: Ich fange gleich mal an weil bei uns ist immer wichtig zu sagen Ideen funktionieren dann in einer Gesellschaft wenn sie Trägerinnen und Träge haben.

00:02:27: Deshalb machen wir immer ein bisschen eine Reise und fragen auch, wo die Personen herkommen.

00:02:33: Und deshalb, Janina, du hast es gestern in der Rede schon so ein bisschen wirklich toll zusammengefasst aber hier noch mal für alle so ... Warum ist Bildung oder Lernen für dich zu einem wichtigen Thema geworden?

00:02:45: Wie bist du da gelandet?

00:02:47: Naja also ich bin gebürtige Hamburgerin und komme wirklich aus nem ganz normalen Elternhaus.

00:02:54: Ich hab eben selber erlebt dass vor allem wichtig war das meine Ideen nie klein gemacht wurden in meiner Familie.

00:03:02: Also, meine Eltern haben mich immer unterstützt und haben mich eigentlich auch ziemlich viel machen lassen.

00:03:08: Und ich hatte so das Gefühl Mensch... Ich erlebe andere Menschen die sich manchmal nicht trauen oder das Gefühl haben wenn sie was tun dann würde das vielleicht irgendwie bewertet werden und dabei habe ich immer viel in Menschen gesehen früh dann eigentlich auch den Wunsch zu gestalten und Menschen eben die Möglichkeit zu geben, dass sie ihr Potenzial leben.

00:03:31: Und wir leben jetzt ja in der Zeit... Wir haben so viele Herausforderungen und wir haben aber auch so viele tolle Menschen in unserem Land!

00:03:38: Ich finde es ist an der Zeit, dass jeder seine Stärke lebt, dass wir dieses Potenzialeben.

00:03:44: und das war eigentlich dieser Wunsch, der lange Tief im mir drin steckte wo ich selber aber auch wahrscheinlich zwanzig, dreißig Jahre gebraucht habe um das so bewusst mir zu machen.

00:03:55: und jetzt ist er da.

00:03:57: Acht Jahre haben wir geplant und jetzt sitzen wir ja.

00:04:00: Jetzt ist es manifestiert.

00:04:09: Wenn man bei dir auf der Webseite nachschaut dann sagst du bei dir sind die Themen Ernährung Bildung und Natur im Zentrum und was eben tatsächlich auch viel kommt ist dies eigenverantwortlich also dieses Unternehmerische.

00:04:23: wie würdest du das für dich greifen?

00:04:26: in unserem Debatten immer so ein bisschen zwischen... Ihr interessiert uns alle nicht.

00:04:29: Ihr seid eigenverantwortlich dafür, dass ihr mit eurem Leben klarkommt?

00:04:32: Das ist das eine Extrem und das andere ist eben nö, wieso?

00:04:35: Also eigentlich der Staat dafür verantwortlicht es bei mir.

00:04:37: alles flutscht und sonst werde ich sauer und zeig' das auch!

00:04:41: Was ist für dich so ein aufgeklärtes oder inspirierendes Moment um worum du den Begriff Eigen- verantwortlich für dich stark machst?

00:04:50: und so in den Mittelpunkt?

00:04:51: Wie verstehst du dem?

00:04:52: Also erstmal glaube ich, Bewusstheit ein ganz großer Schlüssel ist.

00:04:56: Das war auch, als wir gestartet sind mit unserer Holistic Foundation haben wir gesagt zum einen finden wir dass wir die Dinge nicht mehr so in sie los betrachten dürfen sondern alles ist miteinander verbunden und wir Menschen sind Natur.

00:05:10: Wir sind was wir essen wir sind Teil unser.

00:05:12: du hast es gestern so schön sagt Mitwelt Nicht Umwelt eigentlich Sondern Mitwelt!

00:05:16: Wir sind ein gemeinsamer Teil Und es ist einfach wichtig, dass wir uns auch bewusst werden was wir mit uns, mit anderen und mit der Umwelt eben oder der Mitwelt machen.

00:05:27: Also wie wir zurzeit teilweise durch die Welt gehen tut ihr einfach nicht gut und in dem Moment wo wir uns aber wieder bewusst werden darüber dann vieles passiert glaube ich unbewusst.

00:05:38: kein Mensch möchte die Natur zerstören.

00:05:40: also Davon gehe ich jetzt mal aus.

00:05:42: In dem Moment, wo wir uns bewusst werden können wir Maßnahmen ergreifen das zu ändern und dass Selbstwirksamkeit finde ich ein ganz ganz wichtiger Teil denn Selbstwirksamkeit tut extrem gut selbst Wirksamkeit ist das beste Mittel gegen Extremismus und jeder Mensch kann selbst wirksam sein.

00:06:03: Es können Kleinigkeiten sein wie Ich habe vorhin darüber gesprochen anderen Menschen zu sagen glaub an dich, ne?

00:06:11: In dir steckt ganz sicher was.

00:06:12: Ich glaube daran und anderen Menschen die Hoffnung an sich selber zu geben und daran dass eine gute Zukunft möglich ist.

00:06:18: Und deswegen glaube ich eben auch das es nicht immer die Politiker sein müssen die Unternehmer.

00:06:24: Wir alle zusammen, jeder hat eine Verantwortung, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

00:06:30: und wenn wir das ernst nehmen und wenn auch verstehen dass wir alle gewinnen, wenn es uns allen gut geht und wenn nach vorne rausgestalten und alle die Familien haben und Kinder haben da sollte sowieso auf der Hand liegen dann gibt's eigentlich keinen Grund finde ich das nicht zu tun wenn man dann eben bewusst ist

00:06:48: Ich greife diesen Rahmen der Möglichkeiten auf.

00:06:50: Da sind wir bei dem Gedanken, was Gesellschaften auch anbieten, damit Menschen dieses entfalten können.

00:06:56: Du hast gesehen werden, das ermutigt werden und das Zutrauen erwähnt.

00:07:02: Dafür brauchen wir Institutionen.

00:07:04: Wenn wir über das Bildungssystem sprechen, wie stark diese Motivation davon gefüttert ist ... Wir bauen jetzt einen eigenen Bildungsort, dass ihr das Gefühl habt, Da geht noch was, oder?

00:07:16: Ja schon.

00:07:17: Gerade mein Benjamin und ich haben das ja zusammen umgesetzt.

00:07:21: Er hat sich damals in der Schule oft nicht gesehen gefühlt, hat er gesagt.

00:07:25: Man muss auch sagen unsere Schulsysteme stammt aus der Zeit der industriellen Revolution.

00:07:31: Damals brauchten wir Fabrikarbeiter, Menschen die ausführen.

00:07:35: Heute haben wir ein komplett anderes Umfeld.

00:07:38: Wir brauchen Menschen, die einen ganzen Werkzeugkoffer an Ideen haben wie sie ... die gestern vielleicht noch nicht da waren.

00:07:46: Wir brauchen Resilienz, wir brauchen auch einfach eben Vertrauen und die Fähigkeiten uns mit Menschen zusammenzuschließen wenn es ein Problem gibt dass man alleine nicht lösen kann.

00:07:58: Deswegen haben wir gesagt Bildung ist der Schlüssel für Wandel.

00:08:01: Wenn wir uns Veränderungen wünschen dann müssen wir bei der Bildung ansetzen.

00:08:04: lebenslang Super wichtig, wir wollen ein Angebot für Menschen allen Alters.

00:08:09: Aber natürlich auch bei der Schule!

00:08:11: Denn es gibt inzwischen tolle Schulen.

00:08:13: aber leider ist das noch nicht die Regel und unser Wunsch ist dass jedes Kind in Deutschland in seiner Stärke gefördert wird und die besten möglichen Möglichkeiten bekommt sein ganzes Potenzial zu leben.

00:08:34: im Prinzip macht das ja auch das Grundversprechen liberaler Gesellschaft ein Stück weit aus.

00:08:39: Alle sollen mit ähnlichen Chancen starten, mit ähnelchen Bedingungen ausgestattet werden um ja im Grunde genommen auch unterschiedliche Bedingung im Elternhaus oder in dem Spracherwerb den ich hatte bis ich hierherbekommen

00:08:54: etc.,

00:08:54: ein Stück weiter auszugleichen als ein Versprechen einer Gemeinschaft die sagt wir wollen dann das Individuelle und das Eigenverantwortliche natürlich nicht bringen das einfach so mit, sondern anerkennen, dass es diese strukturellen Unterschiede gibt.

00:09:08: Warum hast du das Gefühl?

00:09:10: Ist das momentan so schwer?

00:09:12: Diese Mischung zwischen ... Wir machen Angebote und dann dürfen wir aber auch davon ausgehen, dass Menschen ein Stück weit alleine laufen.

00:09:20: Ich hab immer in zwei Lager gedrückt.

00:09:22: Entweder wird alles verlangt oder von den Individuen alles verlangen.

00:09:26: Aber ist ja die Mischungen, wie du geschrieben hast, eigentlich das, was es bräuchte.

00:09:30: Die Voraussetzungen werden geboten.

00:09:32: können wir auch von den Einzelnen davon ausgehen, dass sie sich vielleicht ergreifen.

00:09:37: Beobachtest du das schon länger oder hast du das Gefühl, es spitzt dich gerade zu?

00:09:41: Ich finde das sehr schwer diese Mitte die du beschreibst momentan gut anbieten zu können.

00:09:45: Also ich glaube ist eine komplexe Herausforderung und Chancengleichheit... haben wir leider nicht in unserem Land aktuell, das muss man ganz klar so sagen.

00:09:55: Und auch ich hab das früher schon erlebt und kann selber für mich sagen, ich hatte einfach Glück.

00:10:00: Ich weiß noch, ich wollte auf ein Gymnasium für Gesundheit und Ernährung, weil ich eben total ernährungsbegeistert war.

00:10:06: Wer da fast nicht reingekommen?

00:10:08: Dann hätte nicht mal festgestanden, ob ich überhaupt Abitur machen kann tatsächlich.

00:10:12: Es war ein Glück, dass sich dann irgendwie als Nachzüglerin da rein rutscht bin.

00:10:15: Und ich habe aber auch als eine der besten des Jahrgangs Abiturs gemacht.

00:10:21: dass es eben so ist, wirklich auch das man immer sagt die besten Menschen bekommen.

00:10:24: Die Möglichkeiten, die sie verdient haben in unserem Land und daran müssen wir glaube ich ganz dringend arbeiten.

00:10:29: und deswegen war's uns eben auch ein Anliegen weil wenn man sich aktuelle Studien anguckt muss man auch sagen dass sich die Chancenungleichheit eher noch verstärkt dass wir halt einen Ort schaffen, von dem hoffentlich mehr und mehr Menschen erfahren.

00:10:42: Wo sie einfach wissen wenn ich eine Idee habe oder ich hab ein Wunsch oder ich glaube das sich eine Stärke hat aber ich weiß doch nicht so richtig wie es angehen kann Dass ich hier hinkommen kann und Menschen finde die mir vielleicht Perspektiven schenken, die mir Inspiration schenkt.

00:10:56: Ich glaube das ist ganz ganz wichtig Und eigentlich ist es so naheliegend dass wir das machen.

00:11:00: Aber wir machen das nicht weil wir natürlich auch.

00:11:02: Wir sind alle in unserem Alltag gefangen und teilweise gefangen.

00:11:08: Unser ganzer Politikapparat ist natürlich auch in Teilen zurecht, aber alles ist so dass es eben nicht einfach ist Veränderung zu gestalten.

00:11:19: Da kommen wir dann als Unternehmer natürlich daher und sagen, ja könnte man nicht mal.

00:11:23: Und man müsste doch mal!

00:11:24: Ich glaube jetzt ist die Zeit wo wir alle zusammen mit der Politik, mit den Unternehmern, mit der Zivilgesellschaft neue Strukturen und neue Wege schaffen weil wir auch durch die Digitalität die Möglichkeiten haben Dinge so gut sichtbar zu machen.

00:11:38: Wir brauchen nur eigentlich diese guten Geschichten das sagst du ja auch immer so toll Nicht immer auf das negative gucken, nicht immer nur meckern was alles nicht geht.

00:11:45: Lass uns unsere Energie in positiven Wandel Das macht viel mehr Spaß.

00:11:59: Nimm uns gleich mal bitte auf die Reise mit, weil so eine freie Schule zu gründen ... Schule ist ja hier ein zentrales Ding.

00:12:04: Ist gar nicht so einfach!

00:12:07: Also es kommt vielleicht auch ins Bundesland an aber ich hab das in Brandenburg eben auch bei einigen Initiativen mitbekommen wieviel invest gerade am Anfang von Individuen nötig ist bis du dann irgendwann eben auch diese Anerkennung bekommst und prüfungsberechtigt bist und die Abschlüsse gelten usw.

00:12:22: Das ist ja auch nur Journey.

00:12:24: Und da würde ich mich total für interessieren.

00:12:27: So ein bisschen aus diesen ganz konkreten, was habt ihr da eigentlich aus dem Weg räumen müssen?

00:12:31: Oder war das hier gar nicht so schwer?

00:12:32: Also wir haben acht Jahre Zeit gehabt, das Ganze jetzt hier aufzubauen und ich glaube auch da wichtig ist dass man sich so oft die Gemeinsamkeiten auf die Gemeinsamkeiten schaut und nicht nur das, was uns trennt.

00:12:45: Wir haben mit der Schulbehörde hier in Hamburg ein wirklich konstruktives Miteinander weil wir immer gesagt haben am Ende haben wir ja alle das gleiche Ziel!

00:12:52: Wir alle wollen doch die bestmögliche Bildung für unsere Kinder und das ist glaube ich schon mal grundsätzlich ein ganz guter Staat.

00:12:58: Die waren auch gestern hier vor Ort und sind begeistert.

00:13:03: Das ist eben wirklich wichtig.

00:13:04: Und dann haben wir uns erst mal so, wie man so schön Neudeutsch sagt, Best Practice Beispiele auf der ganzen Welt angeguckt und geschaut.

00:13:11: Wie machen die das?

00:13:12: in der Greenschool im Bali beispielsweise?

00:13:14: Was gibt es da?

00:13:15: Haben uns sogar noch an einer Schule beteiligt.

00:13:18: Und

00:13:19: waren an einer Schule, die nur Kinder nimmt, in Barcelona beispielsweise, wo die in dem klassischen Schulsystem ... nicht mehr bleiben konnten.

00:13:29: Also die sind rausgeflogen, weil sie irgendwie unhaltbar waren für das Schulsystem und wir kamen in diese Schule ... Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie herzlich, wie achtsam, wie rücksichtsvoll uns diese Kinder empfangen haben und wie toll das war, weil die Kinder dort gesehen wurden, wie sie sind und in ihrer Stärke wirklich gefördert wurden.

00:13:48: Das hat uns einfach gezeigt es liegt nicht an den Kindern, es liegt am System.

00:14:03: Und dann haben wir uns auf den Weg gemacht.

00:14:05: Wir haben auch erste Projekte mit der Schulbehörde umgesetzt, haben das Gärtnern zurückgeholt an Hamburgerschulen.

00:14:10: Das war ein tolles Projekt und jetzt sind wir soweit!

00:14:15: Wir haben eine tolle Schulleitung gefunden, wir haben großartige Kinder die nächste Woche starten... Jetzt geht's

00:14:21: los!

00:14:22: Was hast du?

00:14:22: Ihr seid ja ne offene Schule,

00:14:24: ne?!

00:14:24: Also ich erinnere noch vor.. Ich habe gerade versucht in meinem Kopf zu kramen.

00:14:32: Da gab es ja schon mal die Idee, eine Schulreform in Hamburg zu machen mit Stadtteilschulen.

00:14:36: Ich hatte da sehr interessante Hintergrundsrunden, wo das Bildungsbürgertum Hamburg am aktivsten dagegen gehalten hat!

00:14:44: Gerade die Vertreterin der humanistischen Gymnasien haben dann irgendwie diese Idee von Schausengerechtigkeit vergessen gehabt, wenn ich ganz ehrlich bin und wollten lieber, dass ein Zugang zur Schule bedeutet einen Zugang einer bestimmten Klasse.

00:14:59: Wie nehmt ihr das hier ernst?

00:15:00: Also was habt ihr an Barrierefreiheit oder Chancengerechtigkeit bei euch, an Instrumenten überlegt.

00:15:07: Ist es wirklich zugänglich für alle oder habt ihr sogar ein Fokus ähnlich wie bei denen du beobachtet hast?

00:15:11: wir versuchen dir eine Chance zu geben die vielleicht anders wo's nicht so leicht hatten.

00:15:16: und wie seid ihr mit diesem Bildungsbürgertum im Austausch?

00:15:19: also Wir sind eine Schule in privater Trägerschaft, nennt man das so schön.

00:15:23: Das heißt es gibt bei uns auch Schulgeld.

00:15:26: Wir haben aber von Anfang an gesagt wir werden selber Stipendien vergeben weil wir nicht möchten dass auch nur bei einem Kind das Geld sozusagen die Hürde ist an unserer Schule zu sein.

00:15:37: und Ich werde auch öfter gefragt, ob es gewisse Schlüssel gibt.

00:15:41: Aber wir sagen immer für uns zählt wirklich das Kind an sich.

00:15:45: Wir schauen uns die Kinder an und wie können sie in Gemeinsamkeit zusammen gutwirken?

00:15:50: Wie können wir welche Kinder hier optimal fördern?

00:15:53: Und versuchen natürlich eine tolle Vielfalt abzubilden.

00:15:56: aber wir gucken eben auf die Kinder nicht nur auf Zahlen.

00:15:59: Das ist was, was wir sehr gut in unserem Land können, dass wir sagen okay, wir brauchen jetzt zwanzig Prozent so einem gesunden Menschenverstand und mit einer Offenheit, einfach mit einer guten Grundstruktur anzugehen.

00:16:12: Und dann halt zu sagen so... Jetzt zeigen uns auch die Kinder ein Stück weit den Weg!

00:16:18: Wir geben Rahmen, weshalb wir gesagt haben, wir haben eben keine klassischen Klassen bei uns gibt es keine Noten, wir verstehen Teaching als Coaching, wir brechen diesen ganzen Gedankensatz auf und trotzdem haben wir sogar eine Zulassung bekommen.

00:16:32: also von daher Ja, ist da schon eine gewisse Offenheit da.

00:16:36: Und jetzt gucken wir natürlich auch mal ... Jetzt geht's ja erst los und vielleicht sprechen wir einfach in einiger Zeit noch mal.

00:16:41: Ich berichte dann.

00:16:42: Sehr

00:16:43: gut!

00:16:45: Ich würde gerne nochmal auf Holismus mit dir zu sprechen kommen, weil das sich bei euch so durchzieht.

00:16:51: Also ihr habt die Holistic Foundation, wenn ihr mir nach dem Buch geschrieben, dass Holismus heißt?

00:16:55: Dann habt ihr Holy Social als Digitalplattform gegründet wo ich auch gesagt habe es geht darum die Menschen zu vernetzen, die auch gerne etwas tun.

00:17:04: Also dieses Tun und Engagieren sehen wir hier ja auch in den unterschiedlichen Räumen.

00:17:07: Erst mal geht es um Mensch als Ganzes, also Hände, Herz, Kreativität und Denken aber eben auch dies eingebettet sein in die Gesellschaft rum herum.

00:17:20: ist das etwas wo einfach von der Weltanschauung hingekommen seid?

00:17:23: Und dann gesagt habe ich stellen das ins Zentrum oder wie ist das zu euch gekommen?

00:17:27: naja Wir haben uns eben unsere welt angeguckt und gesehen okay die kommt.

00:17:31: Die Probleme, die wir haben sind so komplex.

00:17:34: Die kann kein Mensch alleine lösen und deswegen brauchen wir eigentlich einen Rahmen der möglichst vielen Menschen ermöglicht ihre Stärke zu erkennen und zu leben und ein konstruktiven Rahmen zu schaffen, der den Menschen dann auch ermögligt an verschiedenen Herausforderungen zur Arbeit.

00:17:49: Und ich glaube da ist es auch wichtig dass man nicht jemandem sagt, an welche Herausforderung er jetzt arbeiten soll sondern eigentlich weiß jeder Mensch von sich selbst was am besten, was gut für ihn ist.

00:17:59: Und wir sehen es als unsere Aufgabe, ihn eher dabei zu inspirieren und dabei zu unterstützen das zu erkennen.

00:18:04: dann wenn du für etwas wirklich brennst, dann lässt du dich auch nicht so leicht davon abkriegen.

00:18:09: Das ist ja auch ganz wichtig weil könnte man hier vielleicht das Gefühl kriegen so oh das ist alles schön und jeder macht ein bisschen Wasser will und vielleicht wird's dann auch wenn schwierig wird brechen die Leute ab.

00:18:19: nein nein nein das ist gar nichts sondern es geht auch wirklich schon um den Nordstern, dem man sich steckt und wo man dann wirklich auch hingeht und mit Durchhaltevermögen sich Sachen erarbeitet.

00:18:28: Und ja ich glaube das ist einfach wichtig dass wir uns da gegenseitig bestärken gemeinsam zeigen, was möglich ist.

00:18:38: Gemeinsam selber den Horizont stecken und die Probleme lösen.

00:18:42: das können wir wirklich nur gemeinsam Und wie gesagt wir auch nicht alleine.

00:18:47: aber wir haben die Möglichkeiten gehabt uns sehen es auf deiner Verantwortung dass wir eben solche orte schaffen wo viele menschen zusammenkommen.

00:18:55: denn wenn wir so zusammen kommen wie wir das heute hier sind Wir sind alle physische wesen dann sind wir ganz anders noch mal miteinander als wenn wir uns in der Digitalität begegnen.

00:19:05: Ich bin überzeugt, die Herausforderungen, die wir in der digitalität haben wie die Menschen teilweise miteinander umgehen.

00:19:11: Wenn wir das hier so Gespräche an einem Ort wie hier führen würden dann wären sie anders und dann würden wir uns nicht die Dinge sagen, die sich da teilweise gesagt

00:19:19: werden.

00:19:27: Damit sind wir ein bisschen bei diesem Thema Ort und Begegnung.

00:19:30: Ihr habt das hier architektonisch versucht auch aufzunehmen, vielleicht kannst du uns das noch mal erläutern?

00:19:37: Ich kenne aus dem Design Gedanken wie schafft man eben Räume die Begehnungen wahrscheinlicher machen anstatt dass wir alle so geklustert digital ist ja nur eins wo dann alles ihre Bubbeln rutschen.

00:19:49: Wir haben es zum Teil in den Alltagsstrukturen auch Ganz anders leben, obwohl sie vielleicht der gleichen Stadt unterwegs sind, kaum mehr begegnen.

00:19:58: Wie habt ihr das hier aufgenommen?

00:19:59: Dieses räumliche...

00:20:01: Also die ersten Wünsche, die wir an wirklich die tollen Architekten, die hier hatten gegeben haben, waren eben dass wir einen Ort schaffen möchten der jeden Menschen einlädt.

00:20:09: Für uns war immer klar, die Tür ist für jeden Menschen auch.

00:20:13: Hier kann grundsätzlich mal jeder, der sich den Werten verschreibt das er offen hierher kommt, das er konstruktiv mit anderen sprechen möchte und das er anderen Menschen zuhört, dass er seine Stärke leben möchte und sich inspirieren möchte, der ist hier willkommen egal wo herkommt, egal wie alt er ist Ganz egal.

00:20:29: Und da braucht es natürlich einen Ort, der Menschen nicht erschlägt.

00:20:34: also wir haben ja Wahnsinnsprunggebäude auch hier in Hamburg und wir haben aber immer gesagt Wir brauchen Orte einfach wärmer ausstrahlt wo man denkt ohja ich setz mich mal hierhin Ich setze mich mal dahin ich guck's mir ein bisschen an.

00:20:45: und ich weiß noch bei einem ersten Gespräch haben die Architekten gesagt Sie wollen das Unmögliche möglich machen, sie wollen maximale Flexibilität in dieses Gebäude bringen.

00:20:53: Weil wir natürlich gesagt haben ja also ein Raum der kann halt in einem Moment irgendwie Zukunftslabor sein oder da kann es Redeprinting gemacht werden und dann wollen wir aber vielleicht auch wieder Bewegungssachen dort machen und wir wollen wirklich alles so vielfältig und so flexibel wie möglich gestalten.

00:21:11: Und so sind wir dann tatsächlich mit Einigen Expertinnen und Experten weil das ist für uns immer wichtig.

00:21:15: Wir sind nicht die Experten in den Bereichen immer wieder im Austausch gewesen.

00:21:19: Wir haben unser Netzwerk permanent erweitert, wir haben auch immer Anmerkungen die von außen kamen reflektiert, haben das hier einfließen lassen.

00:21:27: und man muss auch sagen und da rechne ich das dem Team hoch an dass sie immer versucht haben all unsere Energien also unsere Ideen hier noch einzubringen weil die kamen wirklich bis wenige Wochen vor der Eröffnung dass wir gesagt haben auch könnte man nicht noch dies und könnte mal nicht noch das.

00:21:41: Und ja, aber jetzt ist es trotzdem ein richtiges festes Gebäude.

00:21:46: Wie wir alle sehen, wo wir drin sitzen können und am Ende hoffentlich einen Ort der gestaltet wird.

00:21:51: Wer weiß?

00:21:52: Vielleicht sieht er in fünf Jahren auch anders aus.

00:21:54: Aber das schauen wir mal.

00:21:56: Wie ist das mit dem Schulbetrieb und der Offenheit des Gebäudes?

00:22:00: Also sind dann so paar Areale während die Kinder lernen schon wahrscheinlich abgeschirmt oder macht ihr nachmittags alles auf?

00:22:11: dass man sie unterschiedlich strukturieren kann.

00:22:13: Das ist ja auch modulares Design, gehört zu den Nahhaltigkeitsdesign-Prinzipien.

00:22:18: Dass man die Funktionalität in den Vordergrund stellt und dann quasi umarangieren kann?

00:22:24: Wie läuft so ein Tag ab?

00:22:25: Nimm uns mal mit!

00:22:27: Ja also das Gebäude ist ja so bisschen angeordnet wie eine Blume.

00:22:30: Die Agore in der Mitte ist das Herzstück und drumherum sind die fünf Blütenblätter und einen Einblütenbleit ist eben die Schule Und je nach Alter der Kinder breiten die sich eben mehr und mehr übers Gebäude aus.

00:22:41: Also, je kleiner, desto geschützter der Rahmen natürlich... Wir haben ja auch unsere Kita hier, der Rahmen ist natürlich auch noch sehr geschützt.

00:22:48: aber wir wollen die Kinder natürlich auch inspirieren mit diesem Orden.

00:22:51: Ich glaube es ist auch wichtig dass man Schule nicht als etwas separiertes von der Welt betrachtet sondern als Teil der Welt und das wir die Kinder als Teil unserer Welt und als Geschenk für unsere Welt verstehen.

00:23:01: und wir können so viel von Kindern lernen wenn wir offen sind.

00:23:04: und deswegen haben wir gesagt Es geht wirklich so frei, es geht zu bewegen.

00:23:09: Auch in die Welt hinauszugehen und an Projekten arbeiten.

00:23:13: Wenn die Eltern mal unterwegs sind, dass wir nicht sagen, es gibt jetzt die Ferien und es ist alles knallhart.

00:23:18: Sondern immer zu schauen, kann das was Gutes sein für das Kind mit nach Singapur zu reisen?

00:23:24: Mit einer Familie, wenn ein Projekt gemacht werden kann?

00:23:26: Ich glaube auch da ist wichtig, dass man neu denkt.

00:23:31: So ist hier schon alles.

00:23:32: Es gibt einzelne Bereiche, aber es ist miteinander verknüpft.

00:23:37: Und habt ihr also Vernetzungsaktiv-Simpfer?

00:23:39: Es gibt ja so unterschiedliche Schulnetzwerke, die schon sehr lange versuchen in diesem Bildungssystem Deutschland zu sagen.

00:23:46: Hey wir leben es euch vor wie's gehen könnte.

00:23:49: dann könnten wir ja vielleicht die politischen Rahmenbedingungen entsprechend anpassen dass das normalisiert würde.

00:23:55: Warst du da viel mit...es gibt ja Club of Rome Schulen, es gibt UNESCO Schulen, immer wieder eben auch Initiativen, private Träger die sagen Wir wollen noch mal einen drauflegen auf das, was hier das standardisierte Programm ist.

00:24:06: und ich kenne viele die da auch wirklich richtig gegen Windmühlen ankämpfen.

00:24:12: Bist du mit denen Austausch habt ihr euch

00:24:13: davor

00:24:15: ja quasi warnen lassen oder auch die Chancen zeigen lassen von denen wir es erfolgreich machen?

00:24:20: Und

00:24:20: wann schaffen wir dass das mal so ein Kipppunkt kommt, dass sie sagen hey jetzt haben wir doch genug kleine tolle Piloten jetzt könnten wir das endlich normalisieren.

00:24:29: Also mit vielen sind wir im Austausch.

00:24:31: Einige davon sind Partner, wir haben einige Mitarbeiter die tatsächlich auch aus anderen Initiativen dann rübergekommen sind und das ist glaube ich super wichtig weil wir können auch das nur gemeinsam schaffen.

00:24:42: Wir sind es natürlich sehr unternehmerisch angegangen haben gesagt Mensch vielleicht haben wir hier so ein Sweetspot in Hamburg zum einen weil Hamburg als Bundesland ja ein Stadtstaat quasi ist.

00:24:52: Das heißt das Schulsystem ist relativ zentral geregelt, in anderen Bundesländern ist es noch mal bisschen dezentraler und wir als Unternehmer haben natürlich eine gute Vernetzung, eine gute Möglichkeit vielleicht auch dann gemeinsam mit Politik, vielleicht gemeinsam mit den Medien und aber natürlich auch gemeinsam mit der Gesellschaft, mit der wir eben auch im Austausch sind den Stein endlich ins Rollen zu kriegen.

00:25:14: Ich glaube, wir müssen das ein bisschen clever sein!

00:25:16: Wir brauchen... Wir haben gesagt am Ende die Leute sagen so lange es geht nicht bis einer einem Beispiel baut und zeigt dass es geht.

00:25:22: Der

00:25:22: wusste es nicht, ne?

00:25:30: Und dann muss man das sichtbar machen, denn auch da wieder.

00:25:32: Das können wir heutzutage mit der Digitalität.

00:25:36: Wir haben so tolle Unterstützer, Marja gestern als Toller im Besser hier am Gärtnern draußen.

00:25:42: So tolle Menschen weil gemeinsam alle haben inzwischen große Reichweiten und es gibt genug Leute die Lust auf diese Gestaltung haben und mit denen müssen wir uns zusammentun.

00:25:52: Es gibt immer sicherlich Windmühlen gegen die man kämpfen kann aber ich glaube lieber dass man dahin gehen sollte wo man mit dem Wind surfen kann

00:26:04: Weil du gerade das Gärtnern ansprachst.

00:26:06: Wir haben gestern ja die unterschiedlichen Räume so ein bisschen gezeigt und da ging es tatsächlich auch.

00:26:10: die unterschiedliche Kompetenzen, das ist ja eine Debatte, die schon lange da ist die Future Skills oder.

00:26:15: es gibt ein ganz tolles Konzept von der OECD schon, d.h.

00:26:20: Learning Compass-Kompass-Kompaß-Compass in den Nachhaltigkeitszielen entwickelt wurde.

00:26:26: Das finde ich immer wieder so wichtig.

00:26:27: Es spricht auch für dieses Bildungsverständnis.

00:26:29: Es gibt eben bei den siebten nachhaltigen Zielen ja dieses eine Ziel vier Das Zugang zu Bildung, eben für alle verbindlich machen soll in hoher Qualität und dann natürlich auch Bildung für nachhaltige Entwicklung.

00:26:40: Das heißt was ich lernen darf hat ja einen Einfluss darauf welche Kompetenzen nicht dann habe welches Wissen ich dann habe und wie ich dann als Akteurin überhaupt erst nicht einsetzen kann zur Erreichung all der sechs in anderen Ziele.

00:26:53: Und das fand ich so wichtig, weil es eben tatsächlich die Menschen wieder in den Fokus nimmt zu sagen unsere Aufgabe ist nicht nur dass zu erreichen das Ziel sondern durch dieses Ziel diese gesellschaftliche Umgestaltung in Richtung nachhaltige Gesellschaft überhaupt erst möglich zu machen.

00:27:06: und das fällt mir immer wieder auf bei den Indikatoren.

00:27:09: also Thema wie können wir's vielleicht sichtbar machen?

00:27:11: Wie wir bisher Bildungen gemessen haben sie aber diese Ausgabe prozent vom Bruttoinland Produkt oder so.

00:27:17: Aber Ich Kann Als Politikonomin streite ich mich ja zum Beispiel immer beim Ökonomenkorrikulum.

00:27:22: Na doch, ziemlich kudes Zeug weiterhin immer vermitteln in den Schulen und dann gebe ich Menschen nicht unbedingt das mit, mit dem sie sehr differenziert auf die Welt gucken können.

00:27:32: Wie schaffen wir denn vielleicht durch eine andere Idee wie wir diese Futures gilt oder die Ergebnisse von Bildung messbar machen?

00:27:39: Oder greifbar machen, dieser reinen Ja, monetären Messgröße was entgegenzustellen und zu sagen hey wir wollen genauer hinkucken oder Noten in der Auslündung.

00:27:48: Ich finde es spannend dass ihr sagt wir lassen das mit den Noten erstmal weil das ja wahnsinnig Druck und Wahnsicht viel Standardisierung erst mal mit sich bringt was gerade bei kleinen Kindern unterschiedlichen Entwicklungsstände inklusive eine Pubertät wird konfigurieren uns ja nochmal richtig neu.

00:28:05: Was wären für dich so Ausdrücke von Das ist gelungen Bildung oder wie könnten wir das greifbar machen?

00:28:12: Also wenn du sagst, dass sind die Kernkompetenzen und die Kernskills.

00:28:15: Und wie können wir die vielleicht messbar, greifbaar und dafür für einen Wenn-Schmarkel-Bildung machen?

00:28:19: Hast du da ein

00:28:21: paar Idee?

00:28:21: Marja, du warst ja auch bei unserer Stiftungssitzung als Gast dabei und hast uns toll mit Beratschlag.

00:28:28: Da ist es beispielsweise so dass wir wirklich den Social Return on Investment messen.

00:28:33: also natürlich auch wenn wir soziale Projekte fördern gehen wir unternehmerisch ran und gucken wie können wir mit dem Geld was wir geben den größmöglichen Impact gestalten?

00:28:42: Und ich glaube es ist eben wichtig das wir schon messen aber dass wir nicht mehr so hart wirklich stark vergleichbar und stumpf messen, wie es eben mit Noten der Fall ist.

00:28:52: Also wir fördern meiner Ansicht nach mittelmaß in unserem Land weil wir sagen jeder muss eigentlich alles können gerade wenn man zum Beispiel bestimmte Sachen mal studieren möchte oder so.

00:29:02: da muss jeder alles können.

00:29:03: und das ist natürlich überhaupt nicht sinnhaft weil schafft man damit wirklich finden wir die besten Chirurgen wenn sie in Sport in sämtlichen Sachen eine eins haben müssen?

00:29:13: ich wage es zu bezweifeln.

00:29:15: Ich will nicht sagen dass man.

00:29:18: Also man braucht Bewertung sicherlich auf eine Art und Weise, aber man braucht eher individuelle Beurteilungen.

00:29:23: Das ist genau das was wir bei unserer Schule auch machen weil wir eben viel mehr sind als diese sechs Noten.

00:29:30: Und wenn wir das so eingetrichtert kriegen von klein auf an und immer uns vergleichen und das Gefühl haben okay ich bin jetzt hier irgendwie schlechter als die anderen und hier besser Anstatt auf das zu blicken, wo unsere Stärken sind und was wir für ein Potenzial haben, dann halten wir uns eben unnötig klein.

00:29:45: Und wir brauchen einfach diese Vision!

00:29:48: Wir brauchen auch das Gefühl des Einzigenes.

00:29:50: Es geht ja nicht darum, zu sagen ich kann alles irgendwie... es geht schon um reelle Einordnung.

00:29:54: aber ich glaube wirklich dass wir da Ähnlich wie im Unternehmerischen auch ganzheitlichere Betrachtungsmethoden und ganzheitliche Maßstäbe brauchen, die eben auch langfristige Werte messen.

00:30:07: Also wenn ein Kind sein Potenzial lebt und beispielsweise sei es jetzt irgendwie ein tolles Spiel erfindet was so vielen Kindern dann in unserem Land Freude bringt, ist das doch ein großartiger sozialer Wert.

00:30:18: und diesen sozialen Wert zu bemessen Und nicht einem Kind zu sagen, was vielleicht sagt.

00:30:23: Ich möchte mal Spielererfinder werden und das für ein Quatsch.

00:30:25: macht doch bitte irgendwas Vernünftiges oder das wird doch eh nichts.

00:30:28: Sondern zu sagen wenn das in dir drinsteckt und wenn du das willst dann geh diesen Weg!

00:30:33: Denn vielleicht klappt der am Ende nicht und vielleicht macht das Kind das ein paar Jahre und merkt dann es kommt nicht weiter.

00:30:39: aber dass was bis dahin auf dem Weg gelernt hat alleine ist schon so wertvoll.

00:30:43: deswegen müssen wir mehr über das drum herum sprechen dass drumherum sichtbar und in Teilen vielleicht auch messbar machen, damit alles anerkennen.

00:31:03: Das scheint mir wieder so ein Balanceakt zu sein, dieses Freiheiten öffnen, der IPS-Expirieren und dann natürlich zu überlegen, naja Lesenschreiben rechnen, vielleicht auch sowas wie schwimmen?

00:31:13: Das sind ja ganz grundlegende Dinge wo man sagen könnte, wer gut, wenn das alle wirklich auch gut können!

00:31:19: Und das ist zum Teil erschreckend, wenn man sich anguckt, wie da die Kompetenzen eben zurückgehen.

00:31:25: Das heißt, meistens ist ja die Suche nach dem wie kann man eine gewisse Standardisierung mit sich bringen um zu sagen aha da sind Vergleichbarkeit das sind so Grundkompetenzen aber dann eben den Raum zu lassen damit es eben nicht rigide und eng wird.

00:31:37: Und also das Gefühl haben wenn ich nicht komplett der Norm entspreche bin ich irgendwie komisch weil das ist ja etwas was wir jetzt kulturell einmal ganz extrem gemacht haben muss anders sein als alle anderen.

00:31:47: und jetzt sind wir alles ein bisschen lost gerade im digitalen Raum wo man immer extraordinär und anders und spezial sein soll.

00:31:54: Und das heißt, ich finde diese Idee mit dem Begegnung, mit dem Ort und dieser gemeinsame Reise des Austarians so wichtig.

00:32:02: Von wann bis wann sind die Kinder bei euch?

00:32:04: Also wie lange ist die Reise?

00:32:05: Machen sie das im Zweifel von der Kita dann bis zum Schluss oder gibt es noch mal Punkte wo neu dazugekommen wird?

00:32:13: Also es geht wirklich von der Kita jetzt erst mal bis zur Klasse zehn.

00:32:17: Und das Abitur, das müssen wir uns erarbeiten.

00:32:20: also wenn's gut läuft dann kriegen wir das quasi freigeschaltet nach wenigen Jahren.

00:32:25: und ich glaube es ist genau das auch was du gesagt hast.

00:32:27: guck mal ich glaube sechzig Prozent der fünfzehnjährigen in unserem Land erfüllen wirklich die Grundlagen von Mathematik, von Deutsch und dem wo man eigentlich sagt das braucht man dann schon für die meisten Berufe um auch gut durch den Alltag zu kommen in unserem Land.

00:32:42: Und es ist natürlich erschreckend!

00:32:44: Natürlich müssen wir daran arbeiten.

00:32:46: aber wenn das eben so ist wie es ist dann müssen wir neue Wege gehen.

00:32:50: da müssen wir ja gucken woran es liegt.

00:32:52: also das ist glaube ich eben das was wir Unternehmer machen.

00:32:55: Wir gucken ja immer sowohl sind jetzt die Stellschrauben Wo muss sich etwas verändern?

00:32:59: Und das ist ja so offensichtlich, wie es nur sein kann.

00:33:02: Dass es eben auch nicht weitergeht.

00:33:04: Weil auch das strahlt wieder auf die Gesellschaft ab und in unser Land.

00:33:10: Es liegt ja nicht daran ... Die Kinder sind nicht doof noch mal.

00:33:15: Es gibt einfach dann die Hintergründe, wo die Kinder nicht bestmöglich unterstützt werden vielleicht.

00:33:20: Dann müssen wir Wege finden, ihnen diese Möglichkeiten zu geben.

00:33:24: Ja inklusive Betreuungsschlüsse oder Anzahl Lehrer auch Lehrende, also es gibt ja ganz tolle Ansätze wie zum Beispiel Tandems oder so.

00:33:32: Wir haben das eben Berlin-Brandenburg auch, dass du eigentlich eine lehrende Person hast und dann eben eine sozial betreuende oder unterstützende, diese Aneignungsprozesse die außerhalb der einzelnen Stunden stattfinden eben auch nicht einfach nur alleine zum Schreibtisch dann irgendwie stattfinden sollen.

00:33:46: und realiter sitzen die Kinder weil so viel Unterrichtsausfall ist dann tatsächlicher viel alleine zu Hause.

00:33:51: Also habe ich es auch erlebt.

00:33:53: Und also, Mutter ist natürlich auch richtig blöd.

00:33:56: Du sollst ganz viel leisten in unserer Gesellschaft und dann sitzt dein Kind ständig alleine zu Hause und leistet sich am Schreibtisch da irgendwie eine Frustration.

00:34:02: Da passt ja vieles nicht zusammen.

00:34:04: Ihr habt jetzt zum Beispiel Live-Teachers hier auch.

00:34:06: Die haben auch mit Nordrhein-Westfalen gerade eine richtige Kombination oder Kooperation in allen Schulen, glaube ich sogar gestartet.

00:34:13: Das finde ich also.

00:34:14: Thema Unternehmerischdenken wieder ein Beispiel davon wie können wir alle einen Beitrag machen?

00:34:18: Wenn er erst mal klein ist... Magst du uns noch was erzählen?

00:34:23: Ja, sehr gerne.

00:34:23: Ich war selber als Live-Teacherin aktiv und habe den Kindern etwas über Kräuter berichtet.

00:34:29: Da kann ich schon sagen das war so toll!

00:34:31: Ich kann es jedem empfehlen man kann sich bei Live-teach erst ganz einfach registrieren und kann dann in sogenannten Ausfallstunden, wenn jemand krank ist oder ein Lehrer krank sind, in diese Schule gehen.

00:34:41: Und kann den Kindern das erzählen?

00:34:43: Worin die eigene Stärke liegt?

00:34:44: Sei es der Beruf oder sei es eben auch was anderes.

00:34:47: wie gesagt ich hätte das Thema Kräuter.

00:34:49: Ich hatte dann ganz viele Kräutern mitgebracht und sie haben das auseinander geflückt und probiert und waren begeistert.

00:34:55: Man hat einfach danach auch gemerkt dass die so viel mitgenommen haben weil in dem Moment wo Lernen eben auch anfassbar wird Wo wir wirklich diese persönliche Bedeutsamkeit spüren und auch das Kräut beispielsweise ja auch eigentlich in unser aller Essen sind, selbst wenn du Pizza ist dann sind da Kräuter drin im Zweifel.

00:35:12: Und sich das mal so bewusst zu machen und da einfach auch dann so diesen anderen Zugang zu bekommen und auch da wieder das Ganze dann ganzheitlich zu sehen und zu merken hey das ist irgendwie ein richtiger Kreislauf und dann wird es angebaut und dann kommt das irgendwie auf die Pizza.

00:35:27: Das ist glaube ich was ganz ganz großartiges.

00:35:30: Da geht es eben wieder um für das Leben lernen.

00:35:32: Und selbst wenn du dann, vielleicht hast du ein Kind was sich in bestimmten Fächern schwer tut, was dann aber merkt, ey Kochen ist ja fantastisch!

00:35:41: Also da könnte ich den ganzen Tag mit verbringen und schwuppst hast du irgendwie die nächste Stärke in jemandem geweckt Und wir wissen auch nie wann und wo, wie die Stärken rauskommen.

00:35:50: Aber deswegen ist es so wichtig, dass wir vielfältig anbieten.

00:35:53: Das finde ich sehr schön bei diesem Konzept, dass wirklich die ganze Bandbreite unserer Gesellschaft und des Lebens dort abgebildet wird.

00:36:00: Es ist großartig!

00:36:09: Manchmal ist es ja auch so wichtig zu überlegen ... Ich mache das mal eine Stunde oder zwei, drei, vier außerhalb meines normalen Routinen trotz.

00:36:17: Für die Lehrerinnen und Lehrer ist das ja auch ... wirklich High Energy, wenn ich mir so vorstelle jeden Tag da wieder motivierend vor nicht immer ein hundert Prozent kooperiert wird Menschen zu stehen.

00:36:28: Deshalb ist ja dieses Zusammenbringen von Personen die in der Realität schon unterwegs sind also in der Wirklichkeit nach der Schule einfach nochmal Du lernst unterschiedliche Umgangsformen, du lernest unterschiedliche Arten und Weisen auf die Welt zu gucken.

00:36:41: Wenn ich diese Disziplin in der Gesellschaft einbringe, du hattest das Gärtnern oder das Kochen dann ist da jemand sehr oder dir erklärt was macht man denn als Steuerberaterin Buchhalterin?

00:36:50: Also es wie so eine Minipraktikum ja schon mal zu merken.

00:36:53: also denkt man da!

00:36:54: Und so wird dort eben auch gesprochen und darauf achten sie.

00:36:57: Die Diversität von Perspektiven Und dann eben mit High Energy, weil du es mal machst eine Stunde und dann wieder in deine Routine zurückkehrst.

00:37:05: Ich finde das auch großartig.

00:37:06: deshalb Live-Teachers da können wirklich alle ein Stück weit was einbringen die Lust haben zu teilen und sei ist die Lebensgeschichte auch dieses Thema mit Herausforderungen umgehen mit dem wie hast Du etwas gemeistert wo's nicht so einfach war?

00:37:18: gerade jetzt unsere Krisengesellschaften so müssen Richtung Rückzug tendieren zu sagen dass waren die Momente die mich aufgefangen haben.

00:37:26: Das waren die Personen, das war was sie mir gesagt haben, es hat früher eben stark gemacht.

00:37:30: Ich traue dir das zu du kannst das weiter.

00:37:32: Deshalb Orte, lernende Orte immer als offen also als Bekommensorte und vielleicht Teile von einer lokalen Gemeinschaft zu sehen.

00:37:44: Das Konzept finde ich hier spannend und vielleicht kannst du uns da noch einmal kurz erzählen wie ihr sonst diesen Ort bespielen wollt?

00:37:52: über die Schulformen hinaus, um diese Einladung in die Gesellschaft auch zu machen.

00:37:57: Sehr gerne und ich möchte immer sagen also erstmal Live-Teachers unterstützen wir mit der Holistik Foundation auch Wirklich eine große Wertschätzung an die Lehrerinnen in unserem Land aussprechen, weil ich finde wahnsinnig was sie leisten.

00:38:10: Die sind eigentlich so viel im Alm ja?

00:38:12: Die sind wirklich teilweise Seelsorger, die sind eben PädagogInnen und die sind natürlich in ihren Fachbereichen aktiv.

00:38:19: Sie haben so viele Aufgaben.

00:38:20: jetzt ist die KI dazukommen.

00:38:21: dann muss man auch gucken Dann wird es nicht unbedingt direkt vorgegeben vom Lehrplan wie man damit umgehen soll.

00:38:26: Und die müssen so oft auch ihren eigenen Weg finden.

00:38:28: Die Sind eigentlich auch wie eigene Unternehmer und das ist Wahnsinn Wie die das wirklich meistern.

00:38:40: Und wenn die Betreuungsschlüssel eben so schwierig sind, dann müssen wir auch da glaube ich neue Wege finden.

00:38:46: und da haben wir auch mit live gesagt vielleicht braucht es auch nicht immer den klassischen Lehrer sondern wo können wir eben auch einfach mit Lernbegleitern arbeiten.

00:38:54: Wo können Kinder sich auch gegenseitig wirklich noch mehr an die Hand nehmen und gegenseITich unterstützen?

00:39:01: Weil deswegen haben wir dieses altersübergreifende Unterrichten auch bei uns jetzt eingeführt, weil wir gesagt haben gut es ist wissenschaftlich belegt dass das eine super Prävention gegen Mobbing ist.

00:39:13: In dem Moment haben die Kinder auch wieder ein ganz anderes Verantwortungsgefühl auch ein eigenes Gefühl der Selbstwirksamkeit wenn sie die größeren vielleicht die kleineren an die Hand nehmen und ihnen was zeigen können.

00:39:23: Es ist ganz ganz wichtig.

00:39:25: Und nun zu deiner ursprünglichen Frage.

00:39:29: Du hast ja gefragt, wie wir das hier vielfältig integrieren.

00:39:32: Oder was?

00:39:33: Wie meinst du es genau?

00:39:34: Also der

00:39:34: Ort ist... Die Schule ist drin aber es passiert ja noch mehr weil wir die Lebenslange lernen und dieses dauerhaft sich noch mal neue Sachen zutrauen.

00:39:41: Ja, hier tatsächlich räumlich abbilden wollt.

00:39:44: Deshalb sind es offen und passieren Projekte.

00:39:46: Genau!

00:39:46: Also die Idee ist wirklich dass jemand auch kommen kann der sagt okay ich kenne mich mit Kräutern super aus.

00:39:52: kann ich hier vielleicht meinen Kurs anbieten?

00:39:54: Und dann schaut man ob vielleicht eben auch die Schülerinnen daran teilnehmen können ob sie Lust haben zu partizipieren also wirklich oder auch zu fragen was würdet ihr euch denn wünschen das würde euch denn wirklich interessieren auf die einzelnen Interessen der Kinder einzugehen.

00:40:12: Und live ist ja so konzipiert, dass eben auch jeder von uns hier hingehen kann.

00:40:15: es wird bis zu fünfzig Angebote am Tag nachher geben.

00:40:19: das können kleiner Topfokus sein das kann ein Konzert sein Das kann irgendwie so Breathwork sein Es kann was zum Thema Mental Health sein und man kommt hier her und schaut was findet heute statt?

00:40:31: einige Sachen da melde ich mich an Einige Sachen sind anmelde frei einige Sachen sind kostenlos einige Sachen kosten was Und überall wird auch immer geguckt, inwieweit die Schülerinnen natürlich je nach Alter mit teilnehmen können.

00:40:43: Oder ein Kurs vielleicht macht man auch mal so'n kleines Miniprojekt dass man mal schaut Mensch da kann ich mal Menschen befragen, die jetzt mit Breathwork angefangen haben.

00:40:51: was macht das denn mit den Menschen spüren?

00:40:53: Die einen Unterschied nach wie viel Wochen bis es nach drei Wochen nach sechs Wochen?

00:40:57: ja dass man da einfach offen ist und Wie gesagt, wir geben das nicht vor.

00:41:02: Sondern wir glauben an die Intelligenz von all den Menschen, die hierher kommen und dass wir großartige Ideen von der Community dann kriegen.

00:41:17: Die große Einladung bei Lernen ist im Grunde genommen sich ständig wieder zu erlauben, nicht alles zu wissen oder zu können.

00:41:23: Das ist ja manchmal in unserer Gesellschaft nicht so leicht.

00:41:26: Wir haben einen bestimmten Alter oder einem bestimmten Professionalisierungsgrad ... Ist ja dies kann ihn noch nicht?

00:41:33: Weiß ich noch nicht!

00:41:35: Im Prinzip ein Satz, den darfst du kaum mehr sagen.

00:41:37: Und eigentlich hab ich den Eindruck, steht das unsere Innovationskultur ganz schön im Weg?

00:41:41: Weil dann gibt man sich viel Mühe zu zeigen dass man es gar... Also vielleicht so tut, dass man's doch könnte oder eben bei Seite drückt und sagt brauchen wir nicht.

00:41:52: Was glaubst du sind für dich wichtige Momente.

00:41:55: Ich weiß in der Podcast guckst du so ein bisschen rein Aber wie erlauben wir uns denn voller Stolz zu sagen Das kann ich noch nicht aber ich hätte richtig Lustes zu lernen.

00:42:04: Ja, also ich glaube wenn wir etwas machen was uns wirklich am Herzen liegt und wofür wir brennen.

00:42:10: Und die Bewusstheit dafür haben dass ein Unternehmer immer einmal mehr aufsteht als er hingefallen ist.

00:42:16: das ist bei allen großen Unternehmern so Dass wir dann einfach auch wissen.

00:42:21: Ich lerne daraus!

00:42:22: Ich sage immer gerne ich verliere nie weil ich lerne immer.

00:42:26: Manchmal lerne ich, was ich nicht machen möchte oder wie ich selber für mich nicht umsetzen möchte.

00:42:30: Und manchmal nehme ich eben etwas mit, was sich integrieren kann.

00:42:32: aber da auch nur Offenheit zu haben Ich bin sicher von jedem Menschen der heute hier ist könnte ich was lernen.

00:42:38: Und diese Offenheit zu haben und zu wissen Fehler Kultur für das Wort Fehler ist ja schon so negativ behaftet bei uns aber Erfahrungen.

00:42:46: Ich finde es schöner wenn wir sagen Erfahrungen zu machen, ist was super wertvolles weil wer keine Erfahrung macht der lernt auch nicht viel.

00:42:53: und deswegen Erfahrung zu machen.

00:43:00: Deswegen würde ich jedem immer sagen, mach so viele Erfahrungen wie du nur kannst.

00:43:03: Probier Dinge aus!

00:43:04: Sei innovativ.

00:43:06: Menschen die innovativ sind fallen immer mal hin und es ist einfach nicht schlimm.

00:43:10: Und jeder von uns der das macht kann wiederum andere inspirieren dass es eben nicht schlimmes.

00:43:14: und wenn wir Das alle leben dann können wir die spirale wirklich nach oben drehen und auf einmal merken hey Es ist gar nicht schlimm.

00:43:23: und wenn Wir uns dann noch gegenseitig unterstützen und sagen hey okay kommen dieses Mal vielleicht nicht geklappt aber Nächstes Mal.

00:43:29: Mach weiter, glaub dran!

00:43:31: Dann ist so viel möglich in unserem Land.

00:43:33: Ich glaube sehr an die Menschen hier.

00:43:40: Dann lass uns doch mal kurz träumen, weil es braucht ja eine Art Einladung.

00:43:44: Weil ich finde auch wenn man's mit anderen Ländern vergleicht, ist Deutschland da besonders unfreundlich... ...mit Menschen, die auch mal gescheitert sind und richtig große Ideen haben.

00:43:54: Wer ist das denn?

00:43:56: Also wir sind da nicht so gönnerhaft.

00:43:59: Was wäre dann vielleicht ein Allianz, nach vorne bringen könnte, zu sagen hey es geht nicht darum dass die Dinge sofort funktionieren.

00:44:07: Das ist allerwichtigste und wir sehen es ja überall ob in den Bürokratien, in den Verwaltungen, in dem Unternehmen selbst jetzt unter Druck geraten beim Engagement auf der Straße wo ich Angst davor habe wie ich konfrontiert werde was wäre so eine Allianz oder eine Kampagne einer Einladung wie wir mit diesem kulturellen Teil einmal drehen können?

00:44:28: also von wo könnte das ausgehen deiner Meinung?

00:44:31: Also Marja, ich würde sagen wir gründen jetzt und hier den Club der Mutigen.

00:44:35: Den gründen wir mit euch zusammen und dann überlegen wir uns die ersten Sachen, die wir machen können und dann rollen wir das aus!

00:44:42: Wir inspirieren alle, wir sagen uns okay, wir geben das weiter in unsere Netzwerke an die Menschen, die Und dann tragen wir das auch in die Digitalität mit hinein.

00:44:53: Auch da bringt jeder rein, was er kann.

00:44:54: Der eine überlegt sich so wie kann die Struktur aussehen?

00:44:58: Einer bringt ein bisschen mehr Ideen noch mit rein und dann fangen wir einfach an!

00:45:02: Dann machen wir Erfahrung und merken, was funktioniert oder nicht funktioniert.

00:45:07: Die Leute haben Lust auf Veränderungen.

00:45:10: Ihr seid alle heute hier, das Haus ist voll, das ist fantastisch!

00:45:14: Ich sage mal es ist die stille Mehrheit der Menschen, die sich nicht an irgendwelchen Streitdiskussionen im Internet beteiligen möchte aber die sich eigentlich wünscht dass wir gemeinsam jetzt aufbrechen und wieder Visionen schaffen für unser Land.

00:45:42: die eben Expertin für Digitalität ist, aber auch für Kommunikation, wie sie sich verändert.

00:45:47: Und wir haben die Umgangsformen genannt und Sie hat genau diesen Punkt ausstark gemacht, dass wir uns nicht unterschätzen dürfen, wie wichtig das beispielsweise ist wenn eine Umgangssform des Schlechtmachen runtermachens angreifend jemand anderes sich daneben stellt und sagt hey nee also selbst wenn ich vielleicht inhaltlich gar nicht unbedingt der gleiche Meinung bin hier gehen wir nicht mehr vernünftig miteinander um Und dass allein das wieder eine Beruhigung hat, dass noch so ein gewisser Code of Conduct wie wollen wir eigentlich in unserer Gesellschaft uns begegnen?

00:46:16: da ist.

00:46:17: Das können wir wirklich jeden Tag machen.

00:46:18: Sei es im Bus wenn jemand angedüttelt wird oder in einer Arztpraxis, wenn überarbeitete Menschen sehr angegangen werden sei es in dem sozialen Medienraum der nicht mehr so sozial ist.

00:46:28: in vielen Fällen also sich selbst nicht zu unterschätzen.

00:46:30: in der Wirkung und das habe ich nämlich von Hans-Peter Dürr gelernt hier im World Future Council auch in Hamburg als Astrophysiker und Friedensforscher mir irgendwann mal gesagt haben, wir müssen aufhören die Welt so dinghaft wahrzunehmen.

00:46:45: Ich meine, er kannte Quantenphysik und so, da bin ich raus aber die sagt ja viel dass alles in Beziehung ist und Materie ein Ergebnis von Energieflüssen.

00:46:55: und er gesagt Wir brauchen eigentlich nicht unbedingt Realität das kommt von Rees Ding Sache sondern wir haben eine Wirklichkeit wir sind Wirks und Wirk der Ursprung des Wortes Aktur Also es ist wirklich dieses Tun.

00:47:07: Und deshalb nie zu vergessen, dass wir alle Wirks sind die genau diese Wirkung in jedem Kontext entfalten können.

00:47:12: gerne dann in dieser Allianz der Mutigen und vor allem nicht zu unterschätzen das jeder kleine Beitrag diesen Schiff von wie ist es normal die Umgangsformen unserer Gesellschaft zu akzeptieren dem ganz ganz ganz wichtiges Momentum entgegenstellen zu können?

00:47:25: Es gibt einige Interessen, was wir alle eher verstummt und da uns eben zusammen zu tun sagen ne Hier stelle ich mich jetzt hin, hier halte ich ein Prozess auf.

00:47:32: Hier schütze ich einen Raum, in dem wir dann auch wieder eine Ruhe verhandeln können, wenn wir nach vorne gehen wollen?

00:47:37: Ja!

00:47:37: Seitdem Punkt würde ich unbedingt klicken.

00:47:46: Alleine eben auch da wieder die Bewusstheit dafür zu haben... Keinem macht es doch Spaß, den ganzen Tag riesgremig durch die Gegend zu gehen und nur andere anzumeckern.

00:47:54: Also ich glaube nicht dass wenn Leute auf Social Media sich bepöbeln Und dann irgendwie den Laptop oder das Handy wegpacken, dass sie dann sagen oh mein tag ist so schön Ich bin richtig gut drauf Sondern dass wir auch da erkennen Es ist eigentlich eben schöner Wenn wir uns gegenseitig unterstützen wenn wir uns schützen.

00:48:09: und trotzdem ist es auch manchmal okay Ich bin ja ein großer Freund von Gesprächen und Dialog.

00:48:15: aber ich glaube Was du eben ausschauen, ist auch immer wichtig.

00:48:18: Dass man das gegenüber sich anschaut und guckt, ist eine Offenheit da.

00:48:22: Es gibt manchmal Menschen wo man sagen muss ich schütze mich jetzt selber und nehme dich daraus weil da überhaupt gar kein Interesse da ist wirklich zielgerichtet zu einer Lösung zu kommen oder einfach auch das beste Ergebnis vielleicht irgendwie zu schaffen sondern es ist einfach nur ein Interesse vielleicht auch eine gewisse Ignoranz da.

00:48:41: Und dann ist es auch okay zu sagen, vielen Dank fürs Gespräch.

00:48:45: und dann guckt man wieder was gibt genug Menschen die halt Offenheit haben?

00:48:48: Und auch da können wir mit allem was wir tun eben dazu beitragen dass wir mehr offenheit bekommen das wir vielleicht dann auch den ein oder anderen inspirieren der erst so bisschen schwierig ist sich zu öffnen und sich dann doch öffnet.

00:49:00: aber ich möchte auch nur sagen achtet auch immer alle auf euch weil das weiß ich auch man kann sich auch verbrennen bzw.. wenn man versucht, ganz viel zu bewegen.

00:49:09: Und das ist auch wichtig, dass man sich selber schützt und bei sich selbst bleibt und es einmal gut geht.

00:49:25: Ich gebe dir jetzt noch mal die Einladung zu sagen, wenn wir zehn Jahre nach vorne denken ... Was wünschst du dir?

00:49:33: Ist mit Live passiert und hat vielleicht diese ganze Vorstellung von Lernen, Räume, gesellschaftliche Gestaltung?

00:49:42: Was wäre deine Vision?

00:49:43: Wie würde das hier aussehen und was hätte sich in Deutschland getan.

00:49:46: Also ich hoffe, dass es ganz viele ähnliche Orte gibt die Wandel ermöglichen an ganz unterschiedlichen Orten auf ganz vielfältige Art und Weise, die von Menschen geschaffen werden weil sie diesen Ort gesehen haben und sich denken okay das können wir doch bei uns auch machen.

00:50:00: Das können wir vielleicht auch einfach in einem Gemeinderhaus oder es muss ja nicht immer dieser Ort genauso sein dann wie hier.

00:50:05: also dass wir das schaffen Und dass wir in zehn Jahren wirklich selber sagen, wow weißt du noch wo wir vor zehn Jahren standen?

00:50:11: und guck mal was wir jetzt für eine Reise hier.

00:50:13: Guck mal was möglich war.

00:50:15: Es ist ja unfassbar!

00:50:16: Wir können uns wirklich eigentlich mal alle selber auf die Schultern klopfen und sagen... ...wir haben etwas geschaffen, was größer ist als alles was wir uns vorher hätten vorstellen können.

00:50:24: Ich glaube da ganz fest dran.

00:50:25: ich glaube wir werden uns wundern wenn wir wirklich den Menschen die Möglichkeit geben ihr Potenzial zu leben was möglich ist in unserem Land.

00:50:43: Jetzt hast du was gesagt, was mir eine Chance gibt noch eine andere Initiative stark zu machen und auch alle einzuladen.

00:50:49: Dort vielleicht diese Beispiele von denen du sprachst in anderen Orten der Welt, wo man sagt die sind ähnlich unterwegs, die bekannter zu machen.

00:50:57: Und zwar gibt es in Hamburg diesen besagten World Future Council und Die Idee da ist zu sagen Es braucht eben auch gute politiken oder gute gesetz geben oder gute politische Programme, die solche Initiativen auch leichter machen könnten.

00:51:10: Deshalb gibt es da einmal im Jahr einen Wort Future Policy Award.

00:51:14: Also diese Initiativen auszeichnen, weil ähnlich wie Lehrerinnen und Lehrern sein ist Politikerin und Politiker seien auch ein ziemlich harter Job im Moment.

00:51:22: Vor allem wenn ich versuche gemeinwohl orientiert und für Nachhaltigkeit tatsächlich Regulierung zu schaffen oder Rahmen zu setzen.

00:51:29: Und deshalb gibt es für twenty sieben zwanzig das Thema tatsächlich Städte und nachhaltige Bildung.

00:51:35: in dieser Idee der UNESCO zu sagen Menschen sollten in die Lage versetzt werden diese Zukunft gestaltung in die Hand zu nehmen.

00:51:42: Und warum Städte?

00:51:44: Weil Städtel einfach im Moment die Urbanisierung, der vielleicht größter Trend ist bis zu siebzig Prozent der Menschen auf dem Planeten bis zu zwanzig fünfzehn Städten wohnen werden.

00:51:53: Und deshalb eben die Auengradung.

00:51:55: bei World Future Policy Award heißt es, World Future Council nachzuschauen, da könnt ihr alle nominieren!

00:52:02: Also wenn ihr solche Beispiele habt, die können wir dann gleich in das Netzwerk aufnehmen von den Like-Mindeds Dann haben die eben eine Chance entsprechend auch ausgezeichnet zu werden und wir haben dann ein Datenbank auf die wir eben verweisen könnten.

00:52:14: Und die beiden Kolleginnen sind auch hier, könnt ihr ansprechen?

00:52:16: Samira und...

00:52:19: Da!

00:52:20: Könnte noch mal ein bisschen fragen.

00:52:22: Für mich war das so schön, ich wusste das nämlich vorher gar nicht.

00:52:25: Wir hatten abgemacht, dass ich herkomme und dann schrieb mir Samira auf einmal.

00:52:27: Wir machen genau diesen Wort, diesen Thema.

00:52:29: Deshalb habe ich das Gefühl dieses Thema liegt in der Luft.

00:52:32: Also ich liebe diese Synchronicität wenn du gar nicht wusstest woher das es so zusammen kommt Und deshalb diese Synchronicität jetzt von heute hier raus tragen.

00:52:40: Was sind die drei Dinge, die du Menschen mitgibst, von denen du dir wünschst?

00:52:44: Dass sie dich vielleicht von hier woanders hintragen damit wir sagen hey das Thema Bildung und Befähigung vom Menschen für ihre Zukunft einzustehen ist jetzt eines der allerwichtigsten.

00:52:55: was wünsche dir?

00:52:59: Das was du glaubst wird deine Realität ist glaube ich ganz, ganz wichtig.

00:53:04: Weil immer das woran wir wirklich glauben und wenn wir uns immer auf Ängste fokussieren dann gehen wir auch dahin.

00:53:09: Und wenn wer das glauben was möglich sein kann und die Chancen erkennen Dann gehen wir genau da hin.

00:53:14: also dass was du glaubst wird deine Realität.

00:53:17: Du kannst alles schaffen was du wirklich willst.

00:53:20: Ich glaube an jeden von euch jeder kann das definitiv und ich würde noch sagen In jedem menschen steckt mehr als man auf den ersten moment sieht Und habt die Offenheit, den Menschen zuzuhören.

00:53:41: Seine Perspektive zu sehen und was du dann für dich daraus mitnimmst?

00:53:47: Das ist komplett offen.

00:53:49: aber schenkt Menschen die Möglichkeit dass wir uns begegnen das wir gemeinsam gehen und Dann ist alles möglich.

00:54:07: an dieser stelle danke ich dir nochmal herzlich und ich würde vielleicht auch Noch mitnehmen, weil wir so viel zwischen Individuum und den Rahmenbedingungen hin- und hergegangen sind.

00:54:15: Wir dürfen richtig doll auch mal fordern, dass die Politik jetzt sagt, wir wollen diese Chancengerechtigkeit in unserem Land.

00:54:21: Wir möchten das Menschen unterstützt werden sich entfalten zu dürfen und wir möchten gerne wieder ein positives Menschenbild hier setzen anstatt dass sie ganze Zeit nur noch gemotzt und verdächtig gemacht wird Und entsprechend anknüpfen.

00:54:40: dann das was du gesagt hast Die Einladung auszusprechen Dass das wirklich auch ein deutlich schöneres land ist um in ihm zu leben.

00:54:46: Vielen Dank, dass ihr da

00:54:47: war.

00:54:47: Danke schön!

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